Forst (Lausitz)

Die Kreisstadt Forst (Lausitz) liegt in einer Niederung an der Neiße nördlich des Muskauer Faltenbogens. In der Rosenstadt gibt es einiges zu entdecken und bei einem Aufenthalt in der Niederlausitz lohnt es sich durchaus, einen Abstecher in die Stadt an der Neiße zu machen.

Durch das Tuchhandwerk wurde Forst (Lausitz) zu einer wohlhabenden Stadt und erhielt nicht von ungefähr den Beinamen „Manchester des Ostens“. Bei einem Rundgang durch die Stadt sind noch zahlreiche Fabriken aus der Blütezeit der Tuchfabrikation zu sehen. Leider wurde die Stadt an der Neiße zum Ende des 2. Weltkriegs stark in Mitleidenschaft gezogen und zu einem großen Teil zerstört. Einige der stattlichen Fabriken und herrschaftlich anmutenden Fabrikantenvillen blieben aber erhalten und wurden nach der Wende zum Teil aufwändig restauriert. Das Brandenburgische Textilmuseum ist in einer ehemaligen, inzwischen denkmalgeschützten Tuchfabrik untergebracht und widmet sich vor allem der Tuchindustrie und damit auch der Stadtgeschichte von Forst (Lausitz). Hier ist auch die schmalspurige Schwarze Jule zusehen, welche einst durch die ganze Stadt fuhr und die Tuchfabriken mit allem versorgte, was benötigt wurde. Einen interessanten Einblick in die Zerstörung der Landschaft durch die Tagebaue in der Umgebung gewährt das „Archiv der verschwundenen Orte“ im Ortsteil Horno. Dieser Ort musste wie andere auch dem Tagebau weichen und war zu Beginn des Jahrhunderts mehrfach in den Medien präsent.

Das wohl markanteste Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt ist der Wasserturm unweit des Zentrums und begeistert jeden Besucher. Ebenfalls sehenswert ist die Stadtkirche St. Nikolai mit der Gruft des Grafen Heinrich von Brühl. Ein ganz besonderes Highlight in Forst (Lausitz) und weithin bekannt ist der Ostdeutsche Rosengarten. Die sehenswerte Anlage wurde im Jahr 1913 als Rosen- und Gartenausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Nach und nach entwickelte sich die Anlage zu einem sehenswerten Park. Alljährlicher Höhepunkt sind die Rosengartenfesttage, welche immer am letzten Juniwochenende stattfinden und den Ostdeutschen Rosengarten in einem ganz besonderen Licht erstrahlen lassen..

Für Radtouristen auf dem Oder-Neiße-Radweg ist die Rosenstadt ein ideales Etappenziel. Zudem sind die Ortsteile Briesnig, Naundorf, Bohrau, Mulknitz, Sacro, Neu Sacro, Keune, Groß- und Klein Bademeusel sowie Groß- und Klein Jamno durch ein gut ausgebautes Radwegenetz miteinander verbunden und lassen sich problemlos erradeln. Ein besonderes Erlebnis ist eine Paddeltour auf der Neiße, welche auch von örtlichen Anbietern durchgeführt werden. Als weiteres Highlight der Stadt Forst (Lausitz) darf das wunderschöne Freibad nicht unerwähnt bleiben und lockt an heißen Tagen Gäste aus nah und fern an und gilt als eines der schönsten Schwimmbäder in ganz Brandenburg.

Es lohnt sich, in der Rosenstadt Forst (Lausitz) auf Entdeckungsreise zu gehen. Für einen längeren Aufenthalt stehen in der Stadt und den Ortsteilen verschiedene Beherbergungsbetriebe zr Verfügung und freuen sich auf Gäste.

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