Porto

Ausgangspunkt unserer Rundreise war Porto, die nördliche Metropole Portugals und eine wahrhaft schöne Stadt. Es war sicher nicht das letzte Mal, das wir Porto besucht haben.

Vom Flughafen hat es kaum mehr als 20 Minuten gedauert, bis wir unser Hotel erreicht hatten. Es lag sehr zentrumsnah und damit waren zahlreiche Highlights der Stadt am Douro sehr gut zu Fuß zu erreichen. Wobei nicht unerwähnt bleiben soll, dass es durch das ständige Auf und Ab ganz schön ermüdend war. Glücklicherweise gibt es eine Seilbahn, welche das Flussufer mit der Oberstadt verbindet. Das erspart dann doch so manch mühevollen Aufstieg über zig Treppenstufen, vor allem nach einem gemütlichen Kneipenbesuch unten am Flussufer.

Besonders beeindruckt waren wir vom Altstadtviertel Ribeira. Die historischen, zum Teil prachtvoll mit Azulejo-Bildern geschmückten Häuser stehen dicht an dicht und ziehen sich den Hang hinauf. Viele historische Gebäude vereinen sich in Portos Altstadt zu einem einzigartigen Gesamtensemble und so wurde Ribeira in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. Zudem ist die Dichte an Sehenswürdigkeiten in Porto hoch und zahlreiche Baudenkmäler, Theater und vieles mehr liegt sehr zentrumsnah und ist daher auch fußläufig erreichbar.

In Porto gibt es prachtvolle Kirchen, einige davon im Stil des italienischen Barock. Auf einem Hügel der Altstadt steht Portos ältestes Gotteshaus, die Kathedrale Sé do Porto. Mit dem Bau dieser prächtigen Kirche wurde bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts begonnen und während der Zeit des Barocks dann fundamental umgestaltet. Die mit prachtvollen Azulejos geschmückte Igreja de Santo Ildefonso nahe des Theaters São João fällt sofort ins Auge. Auch der Bahnhof São Bento , nicht weit von der Kathedrale Sé entfernt, ist in der Halle mit wunderschönen Azulejo-Mosaiken geschmückt und hat uns sehr beeindruckt. Auch ein Bummel über die Prachtstraße Avenida dos Aliados ist zu empfehlen. Unbedingt sehenswert sind zudem der Börsenpalast, das Café Majestic mit seiner fast schon morbiden Einrichtung aus den 1920er Jahren, der Glockenturm Torre de Clérigos und das Rathaus, welches im Stil des Neoklassizismus erbaut wurde.

Die für Touristen wichtigste Verbindung zwischen der Altstadt von Porto und den Portweinkellereien in Vila Nova de Gaia ist die filigrane Bogenbrücke Ponte Dom Luís I. Sie überquert den Fluss auf zwei Ebenen und von der oberen Ebene bietet sich ein grandioser Blick über beide Städte. Am Ufer des Douro vor Vila Nova de Gaia liegen fest vertäut die Rabelos, mit denen einst der Portwein über den Fluss transportiert wurde. Heute dienen diese für Porto typischen Boote nur noch touristischen Zwecken, ebenso wie die historische Straßenbahn. Hier empfiehlt sich vor allem die Fahrt mit der Linie 1 entlang des Douro nach Jardim do Passeio Alegre. Nicht minder attraktiv ist eine Flusskreuzfahrt den Douro hinauf zu den berühmten Weinanbaugebieten.

In Vila Nova de Gaia am gegenüberliegenden Ufer des Douro reiht sich eine Portweinkellerei an die andere. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, eine Kellerei zu besuchen, denn es gehört bei einem Aufenthalt in Porto einfach dazu. Bei einem interessanten Rundgang mit vorheriger Videoeinführung erfuhren wir viel Wissenswertes über den Anbau und die Herstellung des berühmten Portweins. Dieser wird nur an den steilen Hanglagen des Douro angebaut und anschließend in Vila Nova de Gaia gekeltert und zum Teil über Jahrzehnte gelagert. Nach der Führung kamen wir in den Genuss, verschiedene Weine zu verkosten. Und ein mehr als 20 Jahre alter, tiefroter Portwein ist schon ein ganz besonderer Tropfen.

Porto, die Metropole im Norden Portugals, ist ein unbedingt lohnenswertes Reiseziel. Gerne bin ich bei einer Reise durch dieses beeindruckende Land im Südwesten Europas behilflich und kann sicher den einen oder anderen Geheimtipp verraten.