Oberlausitz

Die Oberlausitz ist eine bezaubernde Region im Osten Sachsens und hat eine unglaubliche Vielfalt zu bieten. Es lohnt sich zwischen Westlausitz, der Heide- und Teichlandschaft, dem Lausitzer Bergland und dem Zittauer Gebirge auf Entdeckungsreise zu gehen und sehenswerte Städte und liebevoll gepflegte Dörfer zu erkunden.

Bischofswerda, nur wenige Kilometer östlich von Dresden, ist das Tor zur Oberlausitz im Westen. Die Region erstreckt sich bis nach Görlitz, der östlichsten Stadt in Deutschland, gelegen an der Neiße. Historisch gesehen reicht die Oberlausitz bis ins heutige Polen hinein zur Stadt Lubań (ehem. Lauban). Im äußersten Südosten liegt die Stadt Zittau, nach der das kleinste Mittelgebirge Deutschlands benannt ist. Nach Norden reicht die Oberlausitz bis zur sächsisch-brandenburgischen Landesgrenze bei Weißwasser und Hoyerswerda. Ein ganz geringer Teil dieser Landschaft rund um das Städtchen Ruhland befindet sich außerhalb Sachsens in Brandenburg.

Als Zentrum der Oberlausitz gilt Bautzen, die Stadt der Türme. Die sehenswerte Altstadt liegt auf einem Felsplateau hoch über der Spree und hat eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten. Nicht minder attraktiv sind Städte wie Kamenz, Löbau mit seinem gusseisernen Aussichtsturm, Zittau oder Görlitz, das mit einer beispiellos sanierten Altstadt die Besucher begeistert. Sehr reizvoll sind zudem die zahlreichen malerischen Ortschaften mit ihren liebevoll gepflegten Häusern und Vorgärten. Eine Besonderheit der Oberlausitz stellen die Umgebindehäuser dar, welche vor allem im Lausitzer Bergland noch häufig zu finden sind. Dieser Baustil ist einzigartig in Deutschland und nicht nur im Denkmalsort Obercunnersdorf zu bewundern.

In der ganzen Oberlausitz sind wahre Schätze zu entdecken. Eine herausragende Stellung nimmt der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau ein, welcher auch das einzige Welterbe in Sachsen ist. Nicht minder attraktiv ist das Barockschloss in Rammenau, die Klöster St. Marienstern bei Panschwitz-Kuckau und St. Marienthal bei Ostritz. Ein weiteres attraktives Ziel ist das Museumsdorf Erlichthof in Rietschen. In den historischen Schrotholzhäusern wird traditionelles Handwerk wieder lebendig. In Neusalza-Spremberg beeindruckt das Reiterhaus die Besucher. Es ist eines der ältesten Umgebindehäuser der Region, wurde im 17. Jahrhundert erbaut und beherbergt heute ein Museum. Für Familien mit Kindern ist sicher der Saurierpark in Kleinwelka ein besonders spannendes Ausflugsziel.

In der malerischen Oberlausitz ist ein umfangreiches Wander- und Radwegenetz vorhanden, Der Lausitzer Bergweg führt über rund 115 Kilometer von Neukirch bis nach Zittau und bietet wunderschöne Ausblicke ins Land. Ein Wanderparadies par exellence ist der Naturpark Zittauer Gebirge. Von Zittau aus erreicht man Jonsdorf und Oybin ganz bequem mit der historischen Schmalspurbahn. Bei Radwanderern ist der Froschradweg sehr beliebt. Dieser erschließt über 260 km das Bioshärenreservat Oberlausitzer Teich- und Heidelandschaft. Etwas höhere Anforderungen an die Kondition werden beim Umgebindehaus-Radweg gestellt, führt er doch von Neukirch über Schirgiswalde, Neusalza-Spremberg, Herrnhut, Oderwitz, Hainewalde, Waltersdorf und Olberdorf nach Zittau durch hügeliges Terrain.

Wassersportler kommen in der Oberlausitz ebenfalls zu ihrem Recht. Immer beliebter wird das Lausitzer Seenland. Zwischen Hoyerswerda und Senftenberg ist in den einstigen Tagebauen Europas größte künstlich geschaffene Wasserlandschaft entstanden. Sie lädt zum Angeln, Segeln, Paddeln, Tauchen und natürlich zum schwimmen ein. Beliebte Wassersportreviere sind auch der Olberdorfer See bei Zittau und der Bertsdorfer See südlich von Görlitz.

Eine Reise in die Oberlausitz kann ich Ihnen nur empfehlen. Auf den nachfolgenden Seiten werden nach und nach auch sämtliche Städte und Gemeinden ausführlich in Wort und Bild vorgestellt. Lassen Sie sich überraschen.